
Halver Hahn ist der rheinische Ausdruck für ein Roggenbrötchen mit Käse. Das Brötchen (ein halbes Röggelchen) wird in der Regel mit Butter, ein bis zwei dicken Scheiben mittelalten Gouda-Käses und mit saurer Gurke und Senf, zum Teil auch mit in Ringe geschnittenen Zwiebeln und einer Prise Paprikapulver serviert.
Die älteste schriftliche Quelle ist ein Zeitungsartikel vom 13. Juli 1913 mit einem Leserbrief des damals 72-jährigen
Wilhelm Vierkötter. Darin schildert Vierkötter, der als junger Mann
aus Wahlscheid nach Köln gekommen war, wie er bei seiner Geburtstagsfeier
den Halven Hahn erfunden habe. Diese Feier fand 1877 oder 1878, genau erinnert sich der Zweiundsiebzigjährige nach 35 Jahren nicht mehr, im Gasthaus Bank, dem späteren Lölgen, in Köln statt.
Er verabredete mit dem Köbes, dass er für seine Gesellschaft 14 halbe Hähne bestellen würde, dieser jedoch stattdessen nach einer halben Stunde 14 „Röggelche met Kies“ servieren sollte. Der Jux wurde viel belacht und fortan wurde ein Käseröggelchen mit der Bezeichnung „halve Hahn“ bestellt. Diese ersten halven Hähne kosteten Vierkötter 15 Pfennig pro Stück.
Hätten Sie es gewußt?